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Wir zeigen den Film von Erwin Wagenhofer:

alphabet – Angst oder Liebe
Donnerstag, 29. September ab 19 Uhr

–> Anmeldung via EventBrite (kostenfreie Teilnahme, wir freuen uns über Spenden)
Mit anschließender Diskussion und Austausch.
Wo? im shaere-kino Neuperlach, Fritz-Schäffer-Str. 9, 81737 München

Zum Inhalt:
Unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem wird durch krisenhafte Entwicklungen zunehmend in Frage gestellt und eine Antwort ist nicht in Sicht. Die politischen und wirtschaftlich Mächtigen wurden zum Großteil an den besten Schulen und Universitäten ausgebildet. Ihre Ratlosigkeit ist deutlich zu spüren und an die Stelle einer langfristigen Perspektive ist kurzatmiger Aktionismus getreten.

Mit erschreckender Deutlichkeit wird nun sichtbar, dass uns die Grenzen unseres Denkens von Kindheit an zu eng gesteckt wurden. Egal, welche Schule wir besucht haben, bewegen wir uns in Denkmustern, die aus der Frühzeit der Industrialisierung stammen, als es darum ging, die Menschen zu gut funktionierenden Rädchen einer arbeitsteiligen Produktionsgesellschaft auszubilden. Die Lehrinhalte haben sich seither stark verändert und die Schule ist auch kein Ort des autoritären Drills mehr. Doch die Fixierung auf normierte Standards beherrscht den Unterricht mehr denn je.

Denn neuerdings weht an den Schulen ein rauer Wind. „Leistung“ als Fetisch der Wettbewerbsgesellschaft ist weltweit zum unerbittlichen Maß aller Dinge geworden. Doch die einseitige Ausrichtung auf technokratische Lernziele und auf die fehlerfreie Wiedergabe isolierter Wissensinhalte lässt genau jene spielerische Kreativität verkümmern, die uns helfen könnte, ohne Angst vor dem Scheitern nach neuen Lösungen zu suchen.

Erwin Wagenhofer begreift das Thema „Bildung“ sehr viel umfassender und radikaler, als dies üblicherweise geschieht. Fast alle Bildungsdiskussionen sind darauf verkürzt, in einem von Konkurrenzdenken geprägten Umfeld jene Schulform zu propagieren, in der die Schüler die beste Performance erbringen. Wagenhofer hingegen begibt sich auf die Suche nach den Denkstrukturen, die dahinter stecken. Was wir lernen, prägt unseren Wissensvorrat, aber wie wir lernen, prägt unser Denken.

Veranstalter:

Bildungs- und Kulturstätte shaere

in Unterstützung von

EINE SCHULE FÜR ALLE in Bayern e.V.

Zitat aus der Presse:

Alphabet“ ist ein beeindruckender Film, mit Bildern, Gesichtern und Ideen, die hängenbleiben. Ein Film mit dem Anspruch etwas zu bewegen, mit einem Appell, den Sir Ken Robson so formuliert: „Es gibt unbewegliche Menschen, bewegliche und solche, die sich bewegen – ich ermuntere Euch: bewegt Euch! t-online.de

 Wagenhofers Film geht weit über die übliche Diskussion um Schülerstress und Leistungsdruck hinaus. Er sieht in Bildung den Schlüssel zu einer anderen Gesellschaft. […] Wagenhofers Film macht Mut, auch und vor allem durch die vielen inspirierenden Aussagen seiner Protagonisten. programmkino.de

 Erwin Wagenhofer ist hintern den Fehlentwicklungen im Bereich Bildung her und lässt zwischen PISA-Jüngern und Begabungsfairness Platz für viel gesellschaftspolitischen Sprengstoff. […] Alphabet macht einen mutigen Schritt in Richtung Bewässerung der Bildungswüste. Jetzt müssen wir ihm nur noch möglichst zahlreich folgen. SKIP – Das Kinomagazin

 Erwin Wagenhofer stellt in seinem Film „Alphabet“ die Grundsätze dessen infrage, wie Bildungssysteme international funktionieren. Und trifft damit einen Nerv. DiePresse

Der österreichische Filmemacher Erwin Wagenhofer beendet mit seinem lebhaften Plädoyer für eine grundlegende Reform der Bildung die Dokumentarfilmtrilogie, in der er sich kritisch mit Auswüchsen des Wirtschaftswachstum und der Profitmaximierung auseinandersetzt. (…) Wagenhofer schlägt einen Bogen zwischen der Bildungsmisere und dem an seine Grenzen stoßenden Konzept permanenten Wirtschaftswachstums. kino-zeit.de

Weitere Informationen zum Dokumentarfilm:

Alphabet – Angst oder Liebe / Website